Nov 18

Zu viel für Otto Normal

Veröffentlicht von admin

Das, was für mich der Maßstab bei einer Auktion ist, nämlich das Geld, steht, wie ich vor Kurzem feststellen durfte, in keinem Verhältnis zu den Maßstäben anderer Auktionsteilnehmer. Für Menschen, die mit weitaus höherem Einkommen zu kämpfen haben, und wir sprechen hier von Zahlen fernab jedes Otto-Normal-Verbrauchers, gibt es seit einiger Zeit auch die Möglichkeit günstigere Güter online  bei Auktionen zu ersteigern, auf denen Handel vom Luxus-Auto über die Villa am Meer bis hin zum Schmuck à la Tiffany betrieben wird. Gut und gerne wird da mal ein Prunkstück im Wert eines Jahreseinkommens, meinem sehr ähnlich, an den meist Bietenden verhökert.

Nun könnte man sich fragen, was das Ganze denn soll? Denn egal ob Billionär oder doch nur Millionär, galt denen eine Auktion bislang doch eher als amüsanter Zeitvertreib, denn als notwendige Sparmaßnahme. Aber weit gefehlt. Seit der weltweit kursierenden Wirtschaftskrise müssen auch viele vermögende Menschen den Gürtel enger schnallen.  Tragisch aber wahr, werden u. a. Yachten zahlreich unters Volk geschmissen. Zugegebener Maßen ein immer noch wohlhabenderes Volk als das, in dem ich lebe. Netterweise erlaubt es die Anonymität dieser Auktionen ebenfalls dem Einzelnen, sein Gesicht vor seinen Artgenossen zu wahren, sollen diesen doch nicht die persönlichen finanziellen Missstände anderer offen gelegt werden .

Nun ja, wie dem auch sei. Auch wenn die zu überbietenden Geldwerte bei diesem neusten Personenkreis der Online-Auktionäre geringer ausfallen, als beispielsweise jene beim Erwerb eines schnöden Handys oder iPods, spielen sie doch in einer gänzlich anderen Liga als die in meiner Geldbörse befindlichen Geldstücke.  Daher bleibt mir nur noch die Möglichkeit dem Treiben von außen zuzuschauen und mich über die immerhin für alle sichtbaren schönen Bilder von Cadillac, Schloss und Co. zu freuen.

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